Kirchenreform

Wer mit Recht vom Konzil spricht, mag bitte bedenken, was dieser Aufbruch der Kirche gerade für die am meisten Benachteiligten weltweit bedeutet hat.  Die Bedürfnisse, Bedrückungen und Sehnsüchte dieser Menschen zum Maßstab nehmen, bedeutete für Millionen Menschen, dass sie zum ersten Mal als Menschen und Kinder Gottes, ausgestattet mit einer unendlichen Würde, wahrgenommen wurden – ein Beispiel einer befreienden Praxis.

Mensch, wo bist du?

„Mensch, wo bist du?“ Das Hungertuch der Misereor-Fastenaktion 2019/20

In Gen 3 wird der „Fall des Menschen“ geschildert. Entgegen seiner ursprünglichen Berufung, einem Leben in Gemeinschaft mit Gott und mit allen Menschen, will er sich selbst an Gottes Stelle setzen. „Ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse“, sagte die Schlange (Gen 3,5). Und Adam, der Mensch, lässt sich „verführen“. Er macht sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und Interessen, zum obersten Maßstab. Mehr haben und mehr sein als der Andere ist das Ziel dieser Art von Menschwerdung.

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Kirchenerneuerung? Die Armen evangelisieren uns

Kirchenerneuerung: Die Armen evangelisieren uns!

In praktisch allen Diözesen Deutschlands wird seit Jahren über „Strukturanpassungsmaßnahmen“ diskutiert, oft begleitet von namhaften Theologen (P. Zulehner, R. Bucher, N. Scholl, H. Häring, u.a.) und sogar unter Einbeziehung des Kirchenvolkes und seiner Gremien. Es geht dabei vor allem - auch wenn dies meist anders begründet wird - um eine weiterhin flächendeckende sakramentale Versorgung der Kirchengemeinden, besonders um die sonntägliche Feier der Eucharistie. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart heißt dieses Programm „Kirche am Ort“. Als Mitglied in den Gremien der eigenen Gemeinde, im Dekanatsrat, in diözesanen Ausschüssen und bundesweiten Netzwerken erlaube ich mir zu sagen: Die Begeisterung der Hauptamtlichen für diesen Erneuerungsprozess der Kirche ist (notwendigerweise) groß, die der aktiv Gläubigen gering. Besonders engagierte „Ehrenamtliche“ in den Gemeinden – so versichern diese in einer internen Umfrage – fühlen sich durch die nun „von oben“ auferlegten Pflichten noch mehr überlastet. Sie bewerten dieses ganze „Gedöns“ als Theater, als Ablenkung und/oder als „von oben“ initiiert, um wirklich grundlegende Reformen zu vermeiden.

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Und nun, war`s das?

Ja - wo ist er denn, der Stern, der Weg, die Krippe…???

Inmitten der Campesinos - und bis heute bei Begegnungen mit Menschen auf dem Weg - ist mir vieles klarer. Wegen dem lähmenden Ulmer Nebel (und in deutscher Kirche) verliere ich oft den Durchblick. Dazu der eisige Winter ....! Wäre es eine Schande, sich von den „Hirten von Bethlehem“ den Weg zeigen zu lassen? Sie wissen wohin und warum. Gemeinsam können wir den Nebel vertreiben und inmitten der eisigen Winternacht wird uns warm werden und andere erwärmen, uns zu begleiten. Vamos caminando - machen wir uns auf den Weg, statt einfach weiter so, denn sonst würden wir erfrieren…..

Weihnachten ("Krippenspiel") in Bambamarca, 1978

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