Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung

Agenda 2030 - Thesen

Dortmunder Thesen (22. Juni 2019 - im Rahmen des EV. Kirchentages)

Wir bekennen uns zu den Zielen des konziliaren Prozesses Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung von 1983. Diese Ziele bilden eine untrennbare Einheit. In der DDR hat dieser Prozess wesentlich zum Fall der Mauer durch die friedliche Revolution in der DDR beigetragen. Weitere Mauern müssen fallen. Wir setzen uns für ein gutes Leben für alle innerhalb der planetarischen Grenzen unserer Erde ein. Deswegen arbeiten wir an der Überwindung eines auf Wachstum, Wohlstand und Geldvermehrung angelegten Lebensstils der Gesellschaften im globalen Norden und der reichen Oberschichten im globalen Süden.

Weiterlesen: Agenda 2030 - Thesen

Religion und Entwicklung

Religion und Entwicklung - Thema der Jahreskonferenz 2017

Mit Blick auf das weltkirchliche Engagement von Hilfswerken, Orden etc. besteht zwischen Religion und Entwicklung eine enge Verbindung. Gibt es auch Bereiche, wo Religion und Entwicklung sich ausschließen bzw. ein Widerspruch sind? Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor: „Die religiöse Verankerung spielt eine zentrale Rolle für das Engagement der Werke der Entwicklungszusammenarbeit, diözesanen Partnerschaften, Hilfswerke, Orden, Eine-Welt-Kreise in den Pfarreien – so auch für Misereor. Auch andere Kirchen und Religionsgemeinschaften werden von ihren Glaubensgrundlagen her zum Einsatz für Entwicklung motiviert.“ Kann aber Religion nicht einer Entwicklung auch - mitunter sogar fundamental - im Wege stehen?

Weiterlesen: Religion und Entwicklung

Neokolonialismus - Dekolonialisierung

Schwarz und Weiß – Zum Hungertuch aus Afrika

„Hören Sie: Verlieren wir keine Zeit mit sterilen Litaneien oder ekelhafter Nachäfferei. Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört vom Menschen zu reden, und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken der Welt, ganze Jahrhunderte lang hat es im Namen eines angeblichen ‚geistigen Abenteuers‘ fast die gesamte Menschheit erstickt“. „Die Verdammten dieser Erde“ von Franz Fanon (1961).

Franz Fanon hat  sein wegweisendes Buch auf dem Hintergrund der blutigen Geschichte „Schwarzafrikas“ und im Kontext der damaligen Unabhängigkeitskriege geschrieben. Heute sind alle afrikanischen Staaten unabhängig. Sind sie dies aber wirklich? Autoren aus Afrika sprechen dagegen immer dringlicher von der notwendigen „De-Kolonialisierung“. Sie meinen damit eine Befreiung aus den Klauen des Neokolonialismus, der Afrika ausbluten lässt wie in den Zeiten des historischen Kolonialismus. (Sie auch: Ist Afrika noch zu retten?)

Weiterlesen: Neokolonialismus - Dekolonialisierung

Copyright © 2016 - Willi Knecht
All Rights Reserved